OSTEOPATHIE
Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlung, die vorwiegend der Diagnose von Funktionsstörungen und
deren Behandlung dient. Diagnose und Therapie erfolgen durch spezifische osteopathische Techniken, die mit
den Händen ausgeführt werden.
Wie funktioniert Osteopathie?
Der menschliche Körper funktioniert über Bewegungen, die jedoch nicht nur in den Gelenken stattfinden, sondern
auch in anderen Körperstrukturen, wie z.B. dem Herz, der Lunge, dem Darm usw. Auch Blut, Lymph-, Gehirn- und
Rückenmarksflüssigkeit fließen entlang ihrer Bahnen und im eigenen Rhythmus. Der natürliche Strom dieser Flüssigkeiten
kann durch eine eingeschränkte Beweglichkeit von Gelenken, Organen und anderen Strukturen behindert sein. Das Gewebe
wird somit schlechter durchblutet und der Stoffwechsel ist lokal gestört. Ursache hierfür können z.B. Verstauchungen,
Verrenkungen, Entzündungen innerer Organe und Operationsnarben sein. Jedoch können auch bestimmte Lebens- oder
Ernährungsgewohnheiten die Beweglichkeit einschränken. Der Osteopath hat die Fähigkeit die Bewegungen der Strukturen
zu verbessern, die Funktion zu normalisieren und zu stimulieren. Der Körper wird als Einheit gesehen und ganzheitlich
behandelt.
Die osteopathische Behandlung
Der Osteopath ist in der Lage Bewegungseinschränkungen im Körper zu fühlen, zu interpretieren und zu behandeln. Im
ganzheitlichen Sinne sucht er nach den Ursachen für die Beschwerden in folgenden Bereichen:
- Im Bewegungsapparat mit seinen Gelenken, Muskeln, Sehnen, Knochen und Fascien
- Im visceralen Bereich; dies entspricht den inneren Organen mit deren Blut- und Lymphgefäßen und Nervenbahnen
- Im craniosacralen Bereich; dies beinhaltet den Schädel, die Wirbelsäule, die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit,
die Membranen und das Nervensystem.
Die osteopathische Behandlung erfolgt mit den Händen und dient der Wiederherstellung einer ausgeglichenen Gewebespannung
und Mobilität in den o.g. Bereichen. Da sich die Beschwerden regionübergreifend entwickeln können, erfolgt eine
ganzheitliche Behandlung, d.h. eine Behandlung des gesamten Organismus, mit all seinen Strukturen.
Diese Behandlung sollte in einem zeitlichen Rhythmus von ca. 2- 6 Wochen erfolgen, da dem Körper in der Zwischenzeit
die Möglichkeit gegeben werden muss, auf die gesetzten Reize der Behandlung zu reagieren, Selbstheilungskräfte zu
mobilisieren und somit das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Bei mir dauert eine Behandlung in der Regel 50 Minuten. Innerhalb meiner Entwicklung bin ich jedoch zu der Überzeugung
gelangt, dass sich eine Behandlung nach dem Körper des zu Behandelnden richtet und nicht nach willkürlichen
Zeiteinteilungen.
Meine Behandlung erfolgt überwiegend nach Sutherlands Prinzipien. Das heisst, ich versuche die "dem Körper innewohnenden
Kräfte zu nutzen" ohne Kraft von aussen einwirken zu lassen. Nicht nur bei Säuglingen zeigt diese Art der Behandlung gute
und langfristige Erfolge. Sie unterliegt dabei immer den Prinzipien der Osteopathie und ist somit eine sehr traditionelle
Form der osteopathischen Behandlung.
"Die dem Körper innewohnenenden Kräfte sind stärker und genauer als jegliche Kraft, die Sie sicher von
außen zufügen können. Lassen Sie sie arbeiten." (Sutherland)